Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg mit dem MRE-Qualitätssiegel ausgezeichnet

Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg mit dem MRE-Qualitätssiegel ausgezeichnet

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Das MRE-Netzwerk Südhessen zeichnete die Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg Anfang Mai für ihre besonders hohen Hygienestandards mit dem MRE-Qualitätssiegel aus; MRE steht für „Multiresistente Erreger“. Das MRE-Netzwerk Südhessen ist eine Arbeitsgemeinschaft, zu der sich die Institutionen der gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung des Landkreises Bergstraße, der Stadt Darmstadt, des Landkreises Darmstadt-Dieburg, des Kreises Groß-Gerau und des Odenwaldkreises zusammengeschlossen haben. Ihr Ziel: Erkrankungen mit MRE verhindern, die Ausbreitung in dem versorgten Gebiet reduzieren und die Behandlung von MRE-Besiedelten und MRE-Erkrankten verbessern.

„Die Sicherheit unserer Patienten ist uns sehr wichtig“, sagt Dr. Martin Schunck, medizinischer Geschäftsführer der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg und Chefarzt der Klinik für Geriatrie. Der Facharzt für Innere Medizin, Geriatrie, spezielle Schmerztherapie und Palliativmedizin betont, dass Kinder, ältere- sowie immungeschwächte Patienten besonders geschützt werden müssen.

„Hygiene ist das A und O in einem Krankenhaus“, betont auch Klaus Peter Schellhaas, Landrat des Kreises Darmstadt-Dieburg, „deshalb bedeutet uns diese Auszeichnung sehr viel. Die Patienten in der Umgebung können sich mit einem sicheren Gefühl in den Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg behandeln lassen.“

MRE-Siegel-Groß-Umstadt
MRE-Siegel-Groß-Umstadt

„Krankenhauskeime an sich gibt es gar nicht“
„Bakterien sind wichtig für den Menschen. Sie besiedeln unsere Haut, unsere Schleimhäute und vor allem unseren Magen-Darm-Trakt und sorgen dafür, dass organische Prozesse wie Stoffwechsel und Verdauung funktionieren. Problematisch werden sie dann, wenn sie dorthin geraten, wo sie nicht hingehören“, sagt Dr. Michael Eckhardt, Leiter der Hygieneabteilung der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg, der mit dem häufig verwendeten Begriff „Krankenhauskeime“ nicht glücklich ist. „Krankenhauskeime an sich gibt es gar nicht. Man muss schon genauer unterscheiden zwischen guten Bakterien, die unsere Gesundheit unterstützen und solchen, die Krankheiten auslösen – diese haben wir bestens im Blick und wissen, wie wir Krankheitserreger unschädlich machen“, erklärt der Hygieneexperte weiter.

 Hände desinfizieren beugt vor
„Hygiene ist ein kontinuierlicher Prozess, der eine ständige Auffrischung erfordert“, betont Dr. Eckhardt, der vor allem die Händedesinfektion als eine der wichtigsten Präventionsmaßnahmen sieht. „Infektionen kann man gut behandeln, mit effektiven Maßnahmen wie der Händedesinfektion aber noch besser vorbeugen“, sagt Hygienefachkraft Cornelia Sterkel-Sievers, die sich darum kümmert, dass in den Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg ständig fachspezifische Kontrollen, Untersuchungen und Schulungen durchgeführt werden, um die Qualität der Hygiene in den Kliniken, insbesondere in den wichtigen Spezialbereichen zu sichern. Dazu zählen Operationsabteilung, Geburtshilfe, Zentralsterilisation, Zentralküche, Intensivstation und andere Funktionsbereiche.

So desinfizieren Sie Ihre Hände richtig
Die Händedesinfektion schützt vor Krankheitserregern und ist deshalb für Besucher eines Patienten im Krankenhaus und für das Krankenhauspersonal notwendig. Auch Patienten, die sich innerhalb des Krankenhauses bewegen, sollten ihre Hände desinfizieren.  Geben Sie das Desinfektionsmittel auf die trockenen Hände und verreiben Sie es auf der Handinnenfläche und auf dem Handrücken mindestens 30 Sekunden lang, damit das Mittel gut einwirken kann. Verreiben Sie das Mittel vor allem auch in den Fingerzwischenräumen, auf den Fingerkuppen, dem Daumen und auf dem Nagelfalz. Spender mit Desinfektionsmittel finden Sie vor und in jedem Stationszimmer.

 

 

Ihre Fachklinik vor Ort
Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg
Dr. Michael Eckardt
Leiter Hygienemanagement

Krankenhausstraße 11
64823 Groß-Umstadt
Telefon 06078 / 791210