„Vorsorge treffen mit Versorgungsvollmacht und Patientenverfügung“

„Vorsorge treffen mit Versorgungsvollmacht und Patientenverfügung“

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Es kann jeden treffen: Durch einen Unfall oder eine Erkrankung ist ein Mensch plötzlich nicht mehr in der Lage, einer empfohlenen medizinischen Maßnahme zuzustimmen oder sie abzulehnen. Pelin Meyer, juristische Geschäftsführerin der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg, erklärt in ihrem Vortrag im Rahmen der Patientenhochschule am 4. Dezember 2017, warum es in jedem Alter wichtig ist, mit einer Versorgungsvollmacht und einer Patientenverfügung rechtzeitig Vorsorge zu treffen.

Innerhalb von wenigen Augenblicken kann sich das Leben eines Menschen schlagartig ändern. „Wer entscheidet dann für mich, wenn ich es nicht mehr kann?“, fragt Pelin Meyer. Mit ihrem Vortrag macht die juristische Geschäftsführerin der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg auf die sogenannte Versorgungsvollmacht aufmerksam, mit der jeder Mensch eine Person seines Vertrauens bestimmen kann, für ihn zu entscheiden. Pelin Meyer erklärt, welche formalen Voraussetzungen eine Versorgungsvollmacht erfüllen muss, um rechtlich gültig zu sein.

„Viele verlassen sich im Krankheitsfall auf ihre Angehörigen – doch ohne Vollmacht dürfen sie nicht entscheiden. In einer ohnehin belastenden Situation müssen die Angehörigen eine gerichtliche Betreuung veranlassen. Hinzukommt, dass die Angehörigen leider oft nicht wissen, welche medizinischen Maßnahmen gewünscht sind und welche nicht“, so Pelin Meyer. Sie empfiehlt deshalb jedem, zusätzlich zur Versorgungsvollmacht eine Patientenverfügung zu erstellen. Die Juristin erläutert in ihrem Vortrag, worauf beim Erstellen einer Patientenverfügung geachtet werden sollte, damit diese gültig ist und welche Pflichten und Rechte daraus resultieren. „Vorsorgeverfügungen sind Ausdruck unseres grundrechtlich geschützten Selbstbestimmungsrechtes. Stellen Sie rechtzeitig sicher, dass Ihre persönlichen Wünsche und Vorstellungen bekannt sowie dokumentiert sind. Damit entlasten Sie auch Ihre Angehörigen“, betont die Juristin.

Der Vortrag ist am Montag, 4. Dezember 2017 um 18.30 Uhr im Konferenzraum „Bergstraße“, 3. OG, Kreisklinik Jugenheim, Hauptstraße 30, 64342 Jugenheim statt. Die Teilnahme ist kostenlos.